Freitag, 1. Juni 2012

Männer sind das heimliche Stiefkind der Coiffeure“, meint Eddine Belaid und eröffnete
deshalb „The Barber Shop“ :





Am  Anfang  war  der  Barbierstuhl.
Dieses  wuchtige,  imposante  Gerät  begegnete  Eddine  Belaid  als Kind zum ersten Mal in London, als er mit seinem  Vater  einen  Barber  Shop  besuchte.
Die Begegnung war deshalb so eindrücklich, wei er nicht draufklettern durfte – und weildieser  stattliche  Lederstuhl  in  einem  Raumvoller Bilder, dunklem Holz und allerlei interessanten Gerätschaften stand. Kein Wunder also, dass sein eigenes Geschäft, das er im Oktober 2009 im Zürcher Enge-Quartiereröffnete, genau diese Art von Sitzgelegenheiten beherbergten
Liebe zum Detail                                                                               
Als  neben  seinem  Aveda-Salon  ein  Raumfrei  wurde,  zögerte  Eddine  Belaid  keinen
Moment. Er mietete ihn an, liess alles komplett  von  der  Architektin  Mia  Kepenek umgestalten  und  schuf  eine  Oase  für  den Mann  mit  viel  Atmosphäre.  Einen  Raum, der  Ruhe,  Stil,  Authentizität  und  Geborgenheit  ausstrahlt.  Dabei  scheute  der  36-Jährige keine Mühe, die passenden Farben, Hölzer  und  Einrichtungsgegenstände  zu beschaffen. 
Die  Wand  des  4.20  m  hohen Raumes ziert z. B. eine matte Pigmentfarbe aus England in Kombination mit einer Vertäfelung aus Nussbaumholz. Jedes Stück hat seine eigene Geschichte: Wartende nehmen auf einer 60 Jahre alten Chesterfield-Couch Platz, und für den Haarschnitt oder die Rasur sitzt man auf roten Barbierstühlen der Schweizer Firma Rez aus dem Jahre 1939.
Klassische Werte
Kühles  Design  und  eine  schnelle  Abfertigung zwischendurch sind seine Sache nicht.
„Zeit ist Luxus“, betont Eddine Belaid. „Unsere Kunden entscheiden sich bewusst für einen Besuch im Salon. Sie erfahren von unserem Barber Shop durch Mund-zu-Mund-Propaganda,  aus  Artikeln  in  Magazinen und  Tageszeitungen.  Oder  von  ihrer  Partnerin, die Kundin in unserem benachbarten Damensalon ist. Wir bieten das komplette Pflegeprogramm für den Mann: Haare, Rasur, Gesichtspflege, Augenbrauen, Maniküre. Wir sind Dienstleister und Handwerker. Keine  Selbstdarsteller.  Die  Herrenkundenkönnen bei uns entspannen und geniessen es,  im  Mittelpunkt  des  Salonkonzepts  zu stehen. Gearbeitet wird in Hemd und Gilet  und  mit  klassischen  Techniken.  Haarschneidemaschinen  und  Effilierscheren sucht man bei uns vergeblich.“
Fokus Mann
Und  auf  was  kommt  es  sonst  noch  an?„Männer schätzen Ruhe und eine gute Beratung“,  erklärt  der  Unternehmer.  „Eine spezifische  Männer-Pflege-  und  Stylingserie ist das A und O. Sie sind dankbare Kunden und froh, wenn man ihnen weg vom Gel  und  hin  zum  Wachs  rät.  Besonders wenn die Haare lichter werden. Wir arbeiten  mit  Produkten  von  American  Crew, die  allein  sechs  Wachse  in  verschiedenen Härtegraden  haben.  Den  Nacken  rasieren wir klassisch mit einem Rasiermesser aus. Wir haben über 40 Herrentitel als Lektüre im Salon. Auf Wunsch servieren wir Wein, Whiskey, Tee oder auch Sushi. Unser Geschäft  kann  man  auch  vormittags  für  Besprechungen mieten.“ Und die Kunden? ……Sie danken es ihm und kommen

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